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 Barrierefrei wohnen

Auf der Messe „bauen und wohnen“ der Sparkasse Osnabrück konnte man es live beobachten:

Wo in den vergangen Jahren junge Familien mit kleinen Kindern um die Ausstellungsstände schlenderten, Luftballons und Kinderbelustigung das Bild bestimmten, sah man nun überwiegend deren Großeltern auf der Suche nach geeigneten Objekten.

Welche Bedürfnisse hat diese stetig wachsende Bevölkerungsgruppe? Wie reagiert man als Vermieter auf die veränderten Anforderungen, damit sich Wohnungen auch in Zukunft noch vermieten lassen?

In diesen Zusammenhang fallen immer wieder die Begriffe „barrierefrei“ und „behindertengerecht“. Doch was verbirgt sich hinter diesen Begriffen und wo sind die Unterschiede?

Geregelt ist dies in der DIN 18 025. Im Teil 1 werden die Anforderungen an behindertengerechte Bauten, im Teil 2 an barrierefreie Bauten beschrieben. Die Anforderungen an behindertengerechte Wohnungen sind höher als barrierefreie, da hier auch Rollstuhl-gerechte Lösungen berücksichtigt werden. Trotzdem gibt es viele Gemeinsamkeiten. Ältere Menschen brauchen in der Regel größere Bewegungsflächen ( breitere Türen und Flure, größere Duschen ... ), sind jedoch selber in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, weshalb größere Höhenunterschiede beim Gehen ( stufenlose Zugänge zu Wohnungen, Balkonen, Duschen, Aufzüge, flache Rampen etc. ) und Greifen vermieden werden.

Auch der eingeschränkten Sehstärke älterer Menschen wird Rechnung getragen ( Tasthilfen an Treppengeländern, Farb- und Materialwechsel zwischen Podesten und Stufen ).

Selbst bei der Planung von Fenstern wird Rücksicht auf die Bedürfnisse der Senioren genommen ( geringere Brüstungshöhen, damit man auch im Sitzen nach draußen schauen kann ).

Behindertengerechte Wohnungen benötigen größere, auf den Rollstuhl abgestimmte Bewegungs- und Abstellflächen, zusätzliche Vorrichtungen an Sanitärobjekten ( z. B. Stützgriffe an WCs, kippbare Spiegel an Waschbecken etc. ).

Viele dieser Anforderungen können nur durch bauliche Veränderungen erfüllt werden, die sinnvoll koordiniert werden müssen. Dazu sollte man fachliche Unterstützung in Anspruch nehmen und unnötige Kosten und Nachbesserungen zu vermeiden.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.stmi.bayern.de ( Pfad: Bauen-Wohnungswesen-Planung- Merkblatt barrierefreie Wohnungen ), www.mbv.nrw.de ( Pfad Bauen-Wohnen-Wohnraumförderung-Abbau von Barrieren ) oder den Fachleuten vor Ort.