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Ländliche Gemeinden im Umbruch !?

In den ländlichen Gemeinden in Niedersachsens nimmt der Leerstand von Gebäuden zu, wie der Geschäftsführer des Regionalverbandes Südniedersachsen e.V. in einem Beitrag für das Deutsche Architektenblatt feststellt.

Wir alle können feststellen, dass die Politik der 90er Jahre mit der Ausweisung immer neuer Baugebiete nicht mehr mit der demographischen Entwicklung standhält.

Die Baugebiete füllen sich allenfalls zögernd.

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie rechnet in einigen Landkreisen mit Bevölkerungsrückgängen zwischen 13 und 17 %.

Dies führt zu einem Wohnungsüberangebot von bis zu 24 %.

Die Ausweisung von Neubaugebieten führt daher eher zu einem Rückgang der Lebensqualität in den Ortskernen, da die Leerstände damit dort noch vergrößert werden.

Der Abteilungsleiter des Ministeriums für Landesentwicklung rät den Kommunen gemeinsam mit der Bevölkerung Konzepte zu entwickeln, um die Attraktivität der Ortskerne zu erhöhen.

Neubauten sollten nur innerhalb von Baulücken der Kernorte erfolgen, Umnutzung und Modernisierung des Bestandes sollten mehr Aufmerksamkeit erhalten.

Die Eigentümer von Immobilien innerhalb der Ortskerne sind zur Werterhaltung ihrer Gebäude aufgefordert stärkere Initiativen in dieser Richtung zu unternehmen.

Dazu sind Aufklärung und geeignete Fördermaßnahmen notwendig.

Vereinzelt ist auch über den Rückbau nachzudenken, immerhin gibt es in Ostdeutschland schon ganze Gemeinden, deren Versorgung nicht mehr finanzierbar ist und deshalb ganz aufgegeben werden.

Auch der Handel sollte zur Erhaltung der Kaufkraft ein Interesse an der Instandhaltung der Ortskerne haben und eigene Konzepte entwickeln.

Wir alle sind also gefordert in dieser Richtung aktiv zu werden, um unsere Gemeinden auch künftig für uns lebenswert zu erhalten.