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Sind wir auf dem Weg aus der Energiefalle?

Der Glaube , dass Wind oder Solarenergie uns vor steigenden Energiekosten retten könnten erscheint nach wie vor unrealistisch. Wenn nur 50 % der benötigten Energien durch Windkraft ersetzt werden sollen, benötigen wir 3,8 Millionen Windräder mit 5 Megawatt. 

Für den Rest benötigen wir dann immer noch 90.000 Photovoltaik- und Solarthermie-Kraftwerke mit jeweils 300 MW . Außerdem müssten 1,7 Milliarden ( ! ) Hausdächer mit Sonnenkollektoren ausgestattet werden.

Gleichzeitig leisten wir uns große, meist nur mit einer Person besetzte Autos, die teilweise nur 1/5 Ihres Treibstoffes für den Antrieb nutzen oder zu einem nicht unerheblichen Teil in Form von LKWs durch halb Europa fahren, um Nahrungsmittel zu transportieren, die man vor Ort nicht benötigt oder dort zu höheren Preisen auch zur Verfügung stellen könnte und von denen 30 Prozent bereits auf dem Müll landen, bevor sie beim Verbraucher angekommen sind.

Deshalb ist es bei den ständig steigenden Energiepreisen naheliegend jede Wärme abgebende Fläche eines Gebäudes zu dämmen. Doch ist dies nicht in jedem Fall ohne weiteres möglich und manchmal auch auch gar nicht sinnvoll. Ganz gleich mit welchem Wärmedämmverbundsystem beispielsweise eine Fassade gedämmt wird, ob auf mineralischer, auf Silikon- oder auf Acrylatbasis, mit oder ohne hydrophober Oberfläche und in welcher Dämmstoffdicke, kein System kann die Gefahr einer unschönen Algenbesiedlung komplett verhindern. Wärmedämmverbundsysteme aus Polystyrol, wie sie in 85 % aller Fälle eingesetzt werden, weil diese gegenüber anderen Dämmstoffen Einsparungen von 40-50 % ermöglichen, werden von unseren Erben womöglich als Sondermüll entsorgt werden müssen, da sie schwer recycelbar sind und deshalb vermutlich bestenfalls als Brennstoff Verwendung finden.

Von außen aufwendig gestaltete Gebäude, selbst wenn Sie nicht unter Denkmalschutz stehen, lassen sich ohnehin meist nur von innen dämmen, mit allen bauphysikalischen Nachteilen, die damit verbunden sind.

Dennoch fordert die Politik, teilweise zu Recht, zunehmend entsprechende Maßnahmen, allerdings ohne erforderliche Anreize zu verschaffen. Hauseigentümer, die ihre Immobilie vermieten, haben eher ein geringes Interesse daran Ihre Häuser zu sanieren, zumal Sie die Kosten am Wohnungsmarkt kaum weiter geben können. Die tatsächliche Sanierungsrate beträgt daher nur ca. 1% jährlich.

Sicher benötigen wir einen Mix aus verschiedenen Energieformen. Der schnellste und kostengünstigste Weg jedoch ist, bei allen beschriebenen Nachteilen, die Energie erst gar nicht zu benötigen.

Welche Maßnahme für das jeweilige Objekt die richtige ist, sollte man mit einem unabhängigen Fachmann ( Energieberater, Architekt, Bauphysiker etc. ) im Vorfeld klären.