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Qualität

Qualität setzt heute Jedermann voraus, egal, ob er Konsumgüter kauft oder einen Handwerker beschäftigt. Woher kommt dieser Anspruch?

Schon zu Beginn der industriellen Revolution waren die Löhne niedrig und die Rohstoffe knapp. Dies galt insbesondere für die Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Was lag da, bei vorhandenem Fachwissen näher, als mit den Rohstoffen sparsam umzugehen und die Produkte mit der notwendigen Sorgfalt herzustellen. Man nahm sich Zeit für seine Arbeit und konnte auf Grund der hohen Qualität zunehmend hohe Preise erzielen.

Qualität war selbstverständlich geworden. Deutsche Wertarbeit war weltweit ein Begriff und „Made in Germany“ bei der Konkurrenz gefürchtet.

Mit wachsendem Wohlstand stiegen die Löhne was zunächst durch sinkende Rohstoffpreise ausgeglichen werden konnte. Mit zunehmendem Lebensstandard wuchs der Konsum, die Preise fielen und es stand immer weniger Zeit für die Herstellung der Produkte und für handwerkliche Leistungen zur Verfügung.

Die zunehmende Globalisierung und die Finanzkrise verstärken diesen Effekt zusätzlich. „Geiz ist geil“ wurde zum Schlagwort einer neuen Generation. Nur an dem Qualitätsanspruch hatte sich nichts grundsätzlich geändert.

An den Kriterien für Qualitätsprodukte jedoch auch nicht :

Sie erfordern ausreichend Zeit für die Erbringung der geforderten Leistung und einen angemessen hohen Preis. Verändert man eines dieser Kriterien, hat dies Auswirkungen auf die anderen. So kann weniger Zeit bei gleichbleibender Qualität durch einen höheren Preis ausgeglichen werden ( z.B. ermöglicht ein höherer Preis den verstärkten Einsatz von Maschinen oder die Zahlung von Überstundenzuschlägen), ein niedrigerer Preis durch mehr Zeit ( z.B. keine Lagerhaltungskosten durch Lieferung „just in time“ ).

Eines kann sich Deutschland in keinem Fall ohne einschneidende Konsequenzen leisten:

geringere Qualität!

Heute wird ein geringer Preis in kürzester Zeit ohne Einschränkung bei der Qualität erwartet.

Diese Erwartung kann nur enttäuscht werden.